Stiftung Warentest

Im Test sind die absatzstärksten Marken vertreten, dabei sind auch Räder, die nicht  über den Fachhandel vertrieben werden, sondern für Discounter bestimmt sind. Insgesamt lagen die Räder der Tests von 2011 und 2013 preislich zwischen 700 und 2.700€. Beim Trekkingrad-Test 2018 lagen die Preise für die Räder zwischen 2.000 und 2.900 Euro. Bei den Antriebssystemen waren 2011 die jeweils verbreitetesten Front- Mittel und Heckvarianten dabei, 2013 wurden vor allem Mittelmotoren getestet  (hier geht es zur Testübersicht des 2013er Tests).

Testverfahren
Die Stiftung Warentest (StiWa) teilt den Test in die Bereiche Fahren (40%), Antriebssystem /Motor (20%), Handhabung (20%) und Sicherheit/Haltbarkeit (20%) ein. Mängel bei der Sicherheit (ausreichend oder schlechter) führen dabei auch zu schlechten Gesamturteilen. Außerhalb der Gesamtwertung wurden noch die Griffe auf Schadstoffe untersucht.
Der Test von Sicherheit und Haltbarkeit zählt zu den Stärken der StiWa. Die Fahrräder fahren dabei simulierte 20.000 km auf einem Rollenprüfstand. Das entspricht bei häufiger Nutzung 4-5 Jahren. Getestet wird die Haltbarkeit sicherheitsrelevanter Bauteile wie Rahmen, Gabel, Vorbau, Lenker, Sattelstütze und Bremsen.
In beiden Tests brachen bei mehreren Rädern Rahmen, Gabel oder Lenker.
Die Bremsen wurden entsprechend der DIN-Normen geprüft. Hydraulische Bremsen schnitten am besten ab (mehr zu Bremsen  hier), alle mangelhaften Bremsen waren mechanische V-Brakes.
Die Fahreigenschaften wurden von sieben Personen getestet. Dabei wurde das Fahren mit und ohne Motor sowie mit und ohne Gepäck auf unterschiedlichen Strecken bewertet. Auch der Komfort –Sitzposition und Federung – bekam subjektive Noten. Antriebseigenschaften (Unterstützung, Ansprechverhalten, Fahrgeräusch) wurden ebenfalls beurteilt.

Reichweite & Handhabung
Die Reichweiten wurden in einer Kombination von Testfahrt (Fahrer 80 Kilogramm schwer) und einem Prüfstand ermittelt. Sie weisen weit auseinander liegende Werte auf (25-80 Kilometer) und sind teilweise erheblich geringer als die Herstellerangaben.
Die Akkuladedauer wurde ebenso ermittelt, sie lag zwischen 2,5 und 12 Stunden - gerade unterwegs ist eine kurze Ladedauer vorteilhaft.
Zur Handhabung gehört auch die Bedienungsanleitung. Hier sind vor allem die Herstellerhinweise zur Akkuhandhabung wichtig. Nur wenn Sie diese befolgen, haben Sie im Reklamationsfall gute Karten.
FAZIT: Trotz der geringen Zahl an Rädern ist der Test aussagekräftig, weil die meistverkauften Räder dabei sind, genau wie die bekanntesten Antriebe. Der Test der Dauerhaltbarkeit ist für die ganze Branche von Bedeutung.