Rahmen

Die Rahmenform bestimmt maßgeblich die Sitzposition auf dem E-Rad und wie leicht man aufsteigen kann. Sie hat auch großen Einfluss auf die (Fahr-)Stabilität.

Der »Diamantrahmen«, oft auch als Herrenrahmen bezeichnet (Bild 1), bietet auch bei hoher Belastung große Stabilität. Zum Auf- oder Absteigen muss man allerdings das Bein über den Sattel heben, was für manche unkomfortabel sein kann.

»Schwanenhals-« oder »Waverahmen« (Bilder 2 und 3) bieten dagegen einen bequemen, tiefen Einstieg. Die fehlende Stange zwischen Sattel und Lenker bzw. Vorbau ging früher oft zu Lasten der Rahmensteifigkeit, so dass der Rahmen verstärkt werden musste und schwerer wurde. Durch die heute weit verbreiteten, sehr stabilen Rahmenmaterialien ist dieses Problem allerdings nicht mehr relevant.

Einen Kompromiss bei der Rahmenform bieten »Trapez-« oder »Mixte-Rahmen«, die mittelhoch gestaltet sind (Bild 4 zeigt einen Trapezrahmen, der Mixterahmen sieht ähnlich aus, allerdings geht das rote Rohr bis zu Hinterradnabe).

Die Rahmengröße

Eine praktische Formel zur Ermittlung der richtigen Rahmenhöhe gibt es nicht. Die Rahmengröße bezieht sich nur auf die Länge des Sattelrohrs, nicht aber auf die Geometrie (bspw. Winkel der Rohren oder Abstand zwischen Sattel und Lenker).

Zur Orientierung:

∗     Der Sattel sollte so hoch sein, dass das durchgestreckte Bein mit der Ferse im tiefsten Punkt der Kurbelumdrehung noch gut an die Pedale kommt.

∗     Beim Treten sollten die Knie stets leicht angewinkelt bleiben und nie durchgestreckt sein. Bei zu stark angewinkelten Knien kostet das Fahren mehr Kraft.

∗     Befinden sich die Pedale in horizontaler Position (also beide auf gleicher Höhe, eins vorn, eins hinten), sollte die Kniescheibe des vorderen Beins in etwa über der Achse des Pedals liegen und das Schienbein senkrecht stehen. Der Fuß sollte dabei auf dem Ballen stehen.

∗     Die Höheneinstellungen an Sattel und Lenker sind für die Feinjustierung wichtig. Außerdem kann man damit nach Bedarf umstellen: Für eine längere Tour empfiehlt sich z. B. eine sportlichere Einstellung als bei kurzen Strecken in der Stadt.