Kosten

Anschaffungskosten

Im Fachhandel kostet ein Standard-Elektrofahrrad in der Regel zwischen 1.500 und 3.000 Euro, je nach Ausstattung und technischen Eigenschaften. In Discountern oder Baumärkten gibt es gelegentlich Angebote für sehr einfache E-Räder, die deutlich weniger kosten (teilweise unter 700 Euro). Es  ist für Laien aber teilweise schwierig, ein »Schnäppchen« von schlechten Produkten zu unterscheiden. Hierfür ist es wichtig zu wissen, worauf man achten sollte und ob es aktuelle Tests gibt.

Betriebskosten

Bei der Frage, was es kostet, von A nach B zu kommen, fallen den meisten Menschen erst einmal die Energiekosten ins Auge. Wer es genauer wissen möchte, muss die Vollkosten betrachten, die neben den Energiekosten auch die Anschaffungskosten und weitere laufende Kosten berücksichtigen (eine Übersicht der Vollkosten eines Pkw finden Sie auf der VCD-Seite »Besser Autokaufen«). 

Der Stromverbrauch eines Elektrofahrrads liegt bei etwa 0,7 Kilowattstunden (kWh) auf 100 Kilometer. Bei einem Preis von rund 25 Cent pro kWh bedeutet das pro 100 Kilometer 17,5 Cent, bzw. von 0,175 Cent - das ist verschwindend wenig!. Mit einem Pkw (bei einem Verbrauch von 8 Liter auf 100 Kilometer) entstehen bei einem Benzinpreis von 1,50 Euro pro Liter Kosten von etwa 12 Cent pro Kilometer. Das ist 67-mal mehr als mit dem E-Rad!

TIPP zu Kurzstrecken

Auf kurzen Strecken verbrauchen Pkw deutlich mehr Sprit als der Durchschnittsverbrauch zu erkennen gibt. Nach Berechnungen der Volkswagen AG (Publikation Effizient unterwegs) kann man allein für die ersten 4 km mit einem Verbrauch von einem Liter rechnen.  Fahren Sie also auf einer Strecke von 5 Kilometern statt mit dem Pkw mit einem Elektrofahrrad, so sparen Sie derzeit gut 1,50 Euro an Energiekosten. Ganz abgesehen von den Umwelt- und Gesundheitsvorteilen.

Sollte es doch mal nicht ohne Auto gehen, finden Sie beim VCD auch Tipps zum Spritsparen.

 

Wartungskosten für ein Elektrorad

Der finanzielle Aufwand für die Wartung hängt vor allem davon ab, wie viel ein E-Rad gefahren wird und welche Arbeiten man selbst machen kann. Teile wie Bremsen oder Schaltung sollten beispielsweise regelmäßig nachgestellt werden. Damit E-Räder möglichst lange halten und man immer sicher unterwegs ist, bietet sich ein jährlicher Rundumcheck beim Profi an. Die Kosten dafür liegen bei 60 bis 100 Euro.

Versicherung

Aufgrund des relativ hohen Anschaffungspreises bietet sich für ein E-Rad eine Diebstahlversicherung an. Für Elektroräder mit einer Unterstützungsgrenze von 25 km/h ist der Diebstahlschutz häufig über die Hausratversicherung abgedeckt, die in vielen Fällen bereits abgeschlossen ist. Hier sollte man sich die Konditionen genau anschauen, denn oft gilt der Schutz nur für Diebstahl aus den Hausräumen oder zu bestimmten Uhrzeiten. Wer keine Hausratversicherung hat, kann eine Fahrradversicherung abschließen. Der Versicherungsbeitrag liegt bei jährlich etwa 10 Prozent des Kaufpreises. Hier geht es zur VCD-Fahrradversicherung.

Für schnelle E-Räder (Unterstützungsgrenze 45 km/h) muss ohnehin eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden, gegen Aufpreis kann eine Teilkasko ergänzt werden. Die Stiftung Warentest hat 2011 verschiedene Anbieter verglichen. Hier geht es zum Test.