Wo kann ich mein Elektrorad aufladen?

Man kann den Akku an jeder normalen Steckdose aufladen. Wenn man unterwegs ist, geht das z. B. auch in einer Kneipe oder einem Café. Man benötigt nur das Ladegerät.

Außerdem gibt es mittlerweile eine Reihe von Hotels, Cafés und Restaurants, die extra garantieren, dass man bei ihnen laden kann. Der VCD-Landesverband Baden-Württemberg hat dafür unter dem Motto »Pedelec Willkommen« eine landesweite Aktion initiiert. Auch im Saarland gibt es hiervon „Ableger“. Ebenfalls gibt es einige Internetseiten, die regional »Tankstellen« für Elektroräder auflisten. An solchen Tankstellen kann man sich anmelden und den Akku des Rads laden.

Gibt es Elektroräder mit Rücktritt?

Ja, aber nicht alle Antriebsvarianten lassen sich mit einer Rücktrittbremse kombinieren. Problemlos geht es bei einem Vorderradantrieb. Hinterradantrieb gibt es generell nicht mit Rücktrittbremse. Bei den Mittelmotoren ist ein Rücktritt technisch nicht ganz einfach umzusetzen. Es gibt aber seit 2011 einige Hersteller, die diese Kombination anbieten, so zum Beispiel Derby und Panasonic.

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Welche Schaltung ist für mich die Richtige?

Man unterscheidet zwischen der Ketten- und der Nabenschaltung. Nabenschaltungen sind im allgemeinen wartungsärmer. Kettenschaltungen lassen sich dagegen unter Belastung (z.B. am Berg) leichter schalten.
Eine interessante Neuerung sind stufenlose Nabenschaltungen, die auch unter starker Belastung problemlos schalten.

Beachten Sie, dass nicht alle Antriebe mit allen Schaltungen kombinierbar sind, dazu mehr unter → Antriebe.

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Welcher Durchstieg ist für mich der Passende?

Mit dem Durchstieg bezeichnet man die Höhe des Fahrradrahmens an der Stelle, an der man das Bein beim Aufsteigen über das Rad schwingt. Dabei unterscheidet man zwischen einem hohen, mittleren und tiefem Durchstieg. Räder mit tiefem Durchstieg sind beim Aufsteigen komfortabler.

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Welche Bremsentypen kommen bei E-Rädern zum Einsatz?

Siehe → Bremsen

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Ist E-Rad-Fahren gefährlich?

Früher galten Pedelecs als „Seniorenfahrzeuge“. Doch dieses Image haben sie lange hinter sich gelassen – E-Radfahren ist seit einigen Jahren zum Massenphänomen geworden. Die Verkaufszahlen erreichen alljährlich neue Rekordwerte. Inzwischen sind auf bundesdeutschen Straßen etwa vier Millionen Pedelecs unterwegs.

Seit 2014 werden die Unfallzahlen von Pedelecnutzern bundesweit einheitlich erfasst. Dabei zeigt sich die Tendenz, dass die Unfallzahlen bei Pedelecfahrern steigen und Pedelecfahrer im Vergleich zu Radfahrern häufiger verunfallen. Das liegt zum einen am höheren Alter vieler Pedelecnutzer, denn die Hauptkäufergruppe von Pedelecs sind noch immer ältere Menschen. Mit steigendem Alter lässt die Reaktionsfähigkeit nach. Zudem haben Unfälle in der Regel schwerwiegendere Auswirkungen als bei jüngeren Menschen. Auch die häufig lange Fahrradabstinenz bei dieser Gruppe vor dem Umstieg (vom Auto) aufs Pedelec und damit mangelnde Fahrpraxis (und Unsicherheit) spielt eine Rolle. Zum anderen hat das Pedelec Fahreigenschaften, die sich vom Fahrrad unterscheiden. Diese zeigen sich insbesondere beim Aufsteigen und Anfahren mit Motorunterstützung, beim Bremsen und beim Kurvenfahren und können je nach Motorposition, Sensortyp, Wirksamkeit der Bremsen etc. recht unterschiedlich ausfallen. Vor dem Kauf sollten Pedelecs daher ausgiebig getestet und probegefahren werden. Wer lange nicht mehr Fahrrad gefahren ist oder sich aus anderen Gründen unsicher fühlt, für den sind spezielle Pedelec-Kurse für Erwachsenene, wie sie etwa von Verkehrswachten oder dem ADFC angeboten werden, dringend zu empfehlen.

Der VCD bietet mit seinem Projekt „Pedelec statt Auto – aber sicher“ zahlreiche Informationen rund ums sichere E-Radfahren – von der verkehrssicheren Ausstattung des Pedelecs über Hinweise auf Verkehrssituationen, die ein besonders hohes Unfallpotential bergen, bis hin zu Fitness- und Gesundheits-Tipps. Zudem finden Interessierte dort eine Übersichtskarte, auf der Pedelec-Kurse bundesweit gesucht werden können.

Grundsätzlich fordert der VCD, dass vor allem in eine bessere Radinfrastruktur investiert wird. Dadurch wird der Radverkehr insgesamt gefördert und Unfallschwerpunkte können beseitigt werden.

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Wie viel Energie verbraucht ein Elektrofahrrad,

was für eine CO2 Bilanz hat das Fahren?

Alle Informationen zu den Umwelteigenschaften finden Sie unter → Umwelt.

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Kann man Akkus mit dem Flugzeug transportieren?

Li-Ion Akkus gelten als Gefahrgut  (Klasse 9) und müssen für den Transport mit dem Flugzeug angemeldet werden - fragen Sie bei der Fluglinie direkt nach.

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Wie lange lädt ein E-Rad-Akku?

Die Ladezeit kann in Abhängigkeit vom Ladegerät und der Kapazität des Akkus sehr unterschiedlich sein. Im Test der Stiftung Warentest von 8/2011 lagen die Werte zwischen ca. 2 Stunden bis zu ca. 9 Stunden.
Sie können die Ladedauer abschätzen, wenn Sie die Kapazität des Akkus (bspw. 8 Ampèrestunden/Ah) durch den Ladestrom des Ladegeräts teilen (bspw. 2 Ampère). Mit den Beispielzahlen ergibt sich eine Ladedauer von maximal 4 Stunden, wenn der Akku ganz leer war (8Ah/2A = 4h).

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Wie weit komme ich mit einer Akkuladung?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da viele Faktoren darauf einwirken, wie schnell der Akku leergefahren ist. Dazu gehören das Gesamtgewicht (Gewicht des Rades + Fahrer bzw. Fahrerin), die Außentemperatur (bei Kälte den Akku möglichst innen bzw. Zimmertemperatur lagern), Alterszustand des Akkus, die Topografie, Höhe des Unterstützungsmodus, Reifendruck, schleifende Bremsen und zu einem besonders großen Teil das Fahrverhalten.

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