ExtraEnergy

Die Tests von ExtraEnergy (EE) geben einen Überblick über die Vielfalt des E-Rad-Markts. Neben den üblichen Komfort- und Trekkingrädern finden sich in den Heften bspw. auch Falt- und Lastenräder, Hybrid- und Jugendpedelecs sowie Sonderkonstruktionen.
Herzstück des EE-Tests ist die zweiwöchige Testfahrt im hügeligen Thüringer Vogtland. Acht Fahrerinnen und Fahrer, die sich in Alter und Köperkonstitution unterscheiden, fahren die Räder über zwei unterschiedliche Teststrecken. Alle Testfahrten werden in einer Datenbank zusammengeführt und ausgewertet.
Messtechnik
Die gesamte Fahrt wird per GPS Signal aufgezeichnet, der Stromverbrauch wird direkt am Akku gemessen. Zusätzlich bekommen die Räder noch Spezialpedale, die die Trittkraft und –frequenz ermitteln, so kann die genaue Leistung ermittelt werden.
Es wird immer in der höchsten Unterstützungsstufe gefahren.
Die Teststrecken
Die erste Runde simuliert eine Radtour. Die 5 km lange Runde führt auf einem Schotterweg durch ein Waldstück, auf der Runde werden keine Stopps gemacht. Auf der zweiten 9 km langen Runde werden spezifische Fahrsituationen simuliert (häufige Start und Stopps, Sprints, Berganfahrt).
In der Übersichtstabelle werden dann die durchschnittlichen Reichweiten, Geschwindigkeiten und Unterstützungsfaktoren (der U-Faktor, sagt aus wie viel Leistung der Motor beim Fahren dazu gibt) jeweils für Tour, Berg und Stadt angegeben.

Bewertung
Der EE-Test bewertet die erreichten Werte aller Testräder im Vergleich zueinander, Bestnote (10 Punkte) gibt es immer für den höchsten Wert im Test, danach wird prozentual abgestuft.
Neben den Testfahrten führt ExtraEnergy noch den so genannten  „Ergonomietest“ durch: Etwa 100 Personen prüfen und bewerten die Alltagstauglichkeit der Testräder.
Hier werden Schulnoten vergeben. Besonders schwierig ist die „Ergonomische Anpassung“ einzuschätzen. Die Räder stehen alle nur in einer Größe (Rahmenhöhe) zur Verfügung. Damit ist es zufällig, ob das Rad passt oder nicht (mehr zu Handhabung hier, zu Ergonomie hier).
Die Gesamtbenotung der Pedelecs wird mit Hilfe der Quality Function Deployment (QFD)-Methode ermittelt. Bei dieser Methode werden die erzielten Werte mit den Wünschen von Nutzergruppen abgeglichen. Insgesamt gibt es 11 Gruppen, für jede Gruppe gibt es einen Testsieger.

Eine Übersicht über die Fahrraddaten (Gewicht und Zuladung, Preis, Ausstattung) vervollständigt den Testbericht.

Ab 2013 wird das EE-Testergebnis in der Zeitschrift Elektro-Bike veröffentlicht. Zusätzlich finden Sie auf der EE-Internetseite eine Onlineversion.
FAZIT: Der Test liefert präzise Reichweiten- und Unterstützungswerte, außerdem werden viele Räder getestet, alle Typen von E-Rädern sind dabei.