Bremssysteme

In der deutschen Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) wird gefordert, dass (E-) Fahrräder zwei unabhängig voneinander wirkende Bremsen haben müssen. Die Vorschrift trifft keine Aussagen zu Bauart, Beschaffenheit oder Wirksamkeit der Bremsen.

An Elektrorädern kommen vier verschiedene Bremstypen zum Einsatz: Scheibenbremsen (hydraulische und mechanische), Rollenbremsen, Felgenbremsen (hydraulische und mechanische) sowie Rücktrittbremsen.

Bei der hydraulischen Bremse fließt Öl in einem geschlossenen Leitungssystem vom Bremshebel zur eigentlichen Bremse. Durch den Zug am Bremshebel wird der Druck in der Leitung erhöht und die Bremse ausgelöst. Dieses Verfahren ermöglicht sehr feinfühliges Bremsen.

Hydraulische Bremsen, die mit Bremsflüssigkeit befüllt sind, müssen jährlich gewartet werden, da Bremsflüssigkeit Wasser aufnimmt. Bei hydraulischen Bremsen, die mit Mineralöl befüllt sind, besteht dieses Problem nicht.

In den letzten beiden Jahren haben sich die hydraulischen Bremsen immer mehr durchgesetzt. Sie lassen sich besser dosieren und bremsen in der Regel stärker. Dennoch können auch hochwertige mechanische Bremsen völlig ausreichen. Rollenbremsen haben den Vorteil, dass sie ausgesprochen wartungsarm sind, allerdings haben sie keine so hohe Bremsleistung. Ein Rücktritt wird häufig als dritte Bremse zusätzlich eingebaut.