Akku

Der Akku ist für ein Elektrorad so etwas wie der Tank für das Auto. Erhältlich sind diese in vielen verschiedenen Varianten und unterscheiden sich beispielsweise im Gewicht, bei der Auflade-Geschwindigkeit oder Größe. Entscheidend sind aber vor allem Kapazität, Lebensdauer und Preis.

Die Kapazität misst man in Wattstunden (Wh). Vorsicht: Oft werden Ampere-Stunden (Ah) angegeben, dann muss diese Zahl mit der Spannung multipliziert werden (Beispiel: Ein Akku mit 36 Volt (V) und 12 Amperestunden (Ah) hat eine Kapazität von 432 Wh; 12 V * 36 Ah). Große Akkus haben Kapazitäten über 450 Wh, Werte unter 300 Wh sind gering.

Rechtlich gilt für Akkus eine gesetzlich festgelegte Gewährleistung von 2 Jahren, die nicht ausgeschlossen werden kann. Dabei gilt ein Akku als verschlissen, wenn er unter 60% der Nennkapazität fällt. Wichtiger ist aber, dass für eine Frist von 6 Monaten nach Kauf die sogenannte Beweislastumkehr gilt: Tritt ein Mangel auf, muss der Hersteller nachweisen, dass dieser Mangel nicht schon vorher bestanden hat. Bei Problemen, die später als 6 Monate nach Kauf auftreten ist es umgekehrt; es muss nachgewiesen werden, dass der Mangel von Beginn an bestand und nicht durch unsachgemäße Behandlung entstanden ist. Diesen Beweis anzutreten ist in der Praxis schwierig. Dadurch reduziert sich die gesetzliche Gewährleistung praktisch auf 6 Monate.

Unabhängig davon garantieren viele Hersteller eine Mindestlebensdauer ab Verkauf oder eine Mindestzahl an Ladezyklen. Häufig ist eine Kombination aus beidem, bspw. 500 Ladezyklen in einem Zeitraum von maximal zwei Jahren.

Ersatzakkus kosten oft über 500 Euro und sind damit das teuerste Ersatzteil am Elektrofahrrad. Man sollte sich daher vorab genau über die Garantiebedingungen erkundigen. Der Preis einer Akkuladung liegt in der Regel unter 10 Cent. Geladen wird mit Netzteil an der Steckdose.  

Auch wenn ein Ersatzakku sehr teuer ist, bedenken Sie, wie weit Sie damit kommen: Bei 500 Zyklen und einer Reichweite von 40 km können Sie mit dem Akku 20.000 km fahren!

Akkus nehmen übrigens keinen Schaden, wenn Sie bei Kälte mit Ihrem E-Rad unterwegs sind. Sie müssen lediglich mit einer eingeschränkten Reichweite rechnen: Lithium-Ionen-Akkus können bei Kälte nicht ihre volle Kapazität zur Verfügung stellen. Bei Temperaturen unter 10 Grad sollten Sie den Akku daher bei Pausen und über Nacht mit ins Warme nehmen und auch nur da laden.

TIPPS zur Akkupflege und Sicherheit

√ Tiefentladung schadet den Akkus, daher möglichst nach jeder Fahrt aufladen.

√ Akkus vor Feuchtigkeit schützten.

√  Bei Einlagerung über den Winter: Aufladen und warm und trocken lagern. Je nach Herstellerangaben ab und zu nachladen.

√ Nach einem Sturz sollte der Akku beim Fachhändler überprüft werden, da bei Beschädigungen Kurzschlüsse auftreten können (auch wenn das Gehäuse nicht beschädigt ist).

√ Immer das vom Hersteller empfohlene Ladegerät benutzen.