Rechtliche Fragen rund um Pedelecs und E-Bikes

Im Mittelpunkt der Kaufberatung »Besser E-Radkaufen« stehen Räder mit elektrischer Motorunterstützung, die rechtlich als Fahrräder gelten. Dies sind Elektrofahrräder, auch Pedelecs (PEDalELEtricCycle) genannt, die eine elektrische Tretkraftunterstützung bis 25 km/h und eine maximale Nenndauerleistung des Motors von 250 Watt anbieten.

Bei schnellen Pedelecs (S-Pedelec, schnelles Elektrofahrrad) geht die Tretkraftunterstützung bis maximal 45 km/h, die maximale Nenndauerleistung des Motors beträgt 500 Watt. Optisch sind sie von normalen Elektrofahrrädern nicht zu unterscheiden, gelten rechtlich aber als Kraftfahrzeug (Kleinkraftrad oder Kraftrad nach EG-Richtlinie 2002/24/EG). Zum Fahren braucht man daher mindestens einen Mofaführerschein und ein Versicherungskennzeichen. Für die Reifen gilt eine Mindestprofiltiefe von 1 mm.

Der Begriff E-Bike wird sehr unterschiedlich verwendet, häufig auch als Synonym für Elektrofahrrad. In der Regel gilt er aber für Räder, die ohne eigenes Treten fahren, beispielsweise per Drehgriff. Solche E-Bikes werden auf diesen Seiten nicht behandelt. Auch E-Roller, E-Scooter usw. stehen nicht im Fokus von »Besser E-Radkaufen«.

Für alle gilt: Wer aktiv am Verkehr teilnimmt, egal mit welchem Verkehrsmittel, muss sich an die geltende Straßenverkehrsordnung (StVO) halten.

Helmpflicht
Für E-Räder besteht analog zu Fahrrädern keine Helmpflicht. Bei schnellen E-Rädern galt bisher, dass durch die Begrenzung der so genannten bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit (bbH) auf unter 20 km/h ebenfalls keine Helmpflicht besteht (die bbH bezieht sich auf die Geschwindigkeit, die ohne Treten in die Pedale erreicht werden kann. Manche schnellen E-Räder erreichen ohne eigenes Treten, per Anfahrhilfe bis zu 20km/h). Im Sommer 2012 hat das Bundesverkehrsministerium (BMVBS) allerdings anderslautend festgelegt, dass für schnelle E-Räder eine Helmpflicht besteht. Da es bisher keine speziell für schnelle E-Räder zugelassenen Helme gibt, werden in der Praxis klassische Fahrradhelme verwendet.

Radwegenutzung
Für E-Räder mit elektrischer Tretkraftuntersützung bis 25 km/h gelten die gleichen Bestimmungen, wie für Fahrräder ohne Elektroantrieb: Sie müssen nur dann den Fahrradweg benutzen, wenn das Radweg-Schild dazu verpflichtet. Einbahnstraßen, die in Gegenrichtung für den Fahrradverkehr freigegeben sind, dürfen auch mit dem Elektrorad befahren werden.

Schnelle E-Räder (S-Pedelecs) sind Kleinkrafträder und dürfen nicht entgegen Einbahnstraßen fahren. Sie dürfen wie andere Leichtmofas innerorts keine Radwege benutzen, auch Fußgängerzonen und Parks dürfen nicht befahren werden. Außerorts dürfen S-Pedelecs Radwege nutzen es sei denn sie sind explizit für Krafträder gesperrt. Gerade innerorts und in größeren Städten gehen damit gegenüber dem Fahrrad wichtige Vorteile verloren.

Beleuchtung
Im Juli 2013 wurde die Dynamopflicht abgeschafft. Künftig dürfen E-Räder ihre Beleuchtung entweder per Dynamo oder mit Batterie/Akku betreiben (Nennleistung mindestens 3 Watt und deren Nennspannung 6 Volt).
Schnelle E-Räder benötigen in jedem Fall eine Beleuchtung, die über den Akku gespeist wird.

Anfahrhilfen
Informationen zu Anfahrhilfen finden Sie unter Technik → hier.

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